Verhalten

Dachs und Mensch
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brehm

Hartnäckig hielt sich über die Jahrhunderte das Bild des griesgrämigen Eigenbrötlers.  Noch in Brehms Tierleben wird der Dachs wie folgt charakterisiert:

Das vollendetste Bild eines selbstsüchtigen, mißtrauischen, übellaunischen und gleichsam mit sich selbst im Streit liegenden Gesellen ist der Dachs. Hierüber sind so ziemlich alle Beobachter einverstanden, obgleich sie den Nutzen, den dieser eigentümliche Marder gewährt, nicht verkennen. Der Dachs ist unter den größeren europäischen Raubtieren das unschädlichste und wird gleichwohl verfolgt und befehdet wie der Wolf oder der Fuchs, ohne daß er selbst unter den Weidmännern, die doch bekanntlich diejenigen Tiere am meisten lieben, denen sie am eifrigsten nachstellen, viele Verteidiger gefunden hat. Man schilt und verurteilt ihn rücksichtslos, ohne zu bedenken, daß er nach seiner Weise schlecht und gerecht lebt und sich, so gut es gehen will, ehrlich und redlich durchs Leben schlägt. Nur die eigentümliche Lebensweise, die er führt, trägt die Schuld der Härte des Urteils über ihn. Er ist allerdings ein griesgrämiger, menschen- und tierscheuer Einsiedler und dabei ein so bequemer und fauler Gesell, wie es nur irgendeinen geben kann, und alle diese Eigenschaften sind in der Tat nicht geeignet, sich Freunde zu erwerben. Ich für mein Teil muß gestehen, daß ich ihn nicht ungern habe: mich ergötzt sein Leben und Wesen.


Kampf ums Weibchen lässt Dachse schneller altern

Viel Konkurrenz bei der Suche nach dem schönsten Weibchen ist kräftezehrend – und gefährdet die Gesundheit. Das haben britische Forscher bei der Untersuchung von männlichen Dachsen herausgefunden.

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„Junger Dachs“ und Anarchist

DBPB_1968_318_DachsIm Jahr ihres Erscheinens hatte diese Briefmarke mit dem Aufdruck „Für die Jugend“ eine besondere Aktualität. Die „jungen Dachse“ machten 1968 ihrem Unmut Luft, was zu einschneidenden Veränderungen der Gesellschaft führte. Der Dachs, als anarchistisch lebendes Geschöpf, mit wenig ausgeprägtem Dominanzverhalten, hätte tatsächlich zum Wappentier der damaligen Bewegung getaugt.

 


Spielfreude

9476835808_aa61793e33_zDie russische Tierschriftstellerin Vera Tschaplina berichtet von einer lustigen Begebenheit, die sich im Moskauer Zoo zugetragen hat. Dort verließ ein Dachs jede Nacht seinen Käfig durch eine schwer zu erreichende Öffnung, nur um im Gebäude ausgiebig zu spielen.

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